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Preisträger 2006 - Kategorie Regionale Kultur

Alexa Jansen *

Beitrag:

12-tlg. Serie "Werkschau - Das Max-Ernst-Museum"

erschienen:

Kölner Stadt-Anzeiger,
Ausgabe Rhein-Erft vom 28. August - 28. September 2005

Begründung der Jury:

Alexa Jansen ist mit ihrer zwölfteiligen Serie ein Kunststück gelungen: In großer Ausführlichkeit und geprägt von gründlicher Kenntnis schildern ihre Texte Leben und Werk des Künstlers Max Ernst – ohne sich dabei an ein Spezialisten-Publikum zu richten.

Ihre Texte sind rund um die Eröffnung des Max-Ernst-Museums in Brühl am 4. September 2005 erschienen. Die zwölf Artikel richten sich an neugierige Nachbarn des neuen Museums – an die Menschen in der Region also, die mehr über den Künstler, sein Werk und die schwierigen Beziehungen zwischen ihm und seiner Heimatstadt Brühl wissen wollen. Dabei verknüpft Jansen Max Ernsts Biografie mit der Darstellung einzelner Werke, ihrer Technik, ihrer Entstehung. Die ausgewählten Kunstwerke sind allesamt im Brühler Museum zu sehen.

Mit dieser Werkschau nimmt Jansen die Kunst und die Leserinnen und Leser gleichermaßen ernst. Ihre unprätentiösen Texte sind leicht zu lesen, aber nicht oberflächlich. Sie motivieren zum Besuch des Museums und zu eigener Auseinandersetzung.

Alexa Jansen dürfte es so gelungen sein, den oft mit Skepsis und Abwehr betrachteten Künstler und sein Werk den Leserinnen und Lesern im Rhein-Erft-Kreis ein Stück näher zu bringen.

Nicole Weber *

Beitrag:

Kölsche Diplomatie - Stercks 40.

erschienen:

WDR Fernsehen,
Lokalzeit Köln vom 30. November 2005 (2:52 Min.)

Begründung der Jury:

Aus dem Geburtstagsempfang des Kölner FDP-Fraktionsvorsitzenden hätte ein beliebiger kleiner Film werden können, ein Pflichttermin im regionalen Fernsehen: Glückwunsch – Schnitt – Dank – Schnitt – ein paar Köpfe – Bilder vom Buffet – Ende.

Dass sich die Autorin mit der Pflicht nicht zufrieden gegeben hat, zeugt von ihrem feinen Gespür für Themen hinter dem oberflächlich-aktuellen Anlass. Mit scheinbar leichter Hand verbindet sie einen bunten Strauß von Bildern zu einer hintergründigen Collage, und so entsteht ein Bild der lokalen politischen Kultur mit ihrem fragilen menschlichen und politischen Beziehungsgeflecht.

Mit Kamera und Kommentar fängt die Autorin Stimmungen und Eindrücke ein – von Menschen, die oft politische Gegner sind, die eigentlich Distanz wahren wollen und die einander immer wieder begegnen und sich dabei näher kommen – menschlich und politisch.

Mit ebenso schlagfertigem wie kundigem Kommentar beleuchtet die Autorin das schwierige politische Koalitions-Parkett, auf dem sich die Beteiligten bewegen, gibt dem Ganzen einen Rahmen und dem Publikum damit einen heiteren und dennoch tiefen Einblick in die politische Alltags-Kultur der Stadt Köln.

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gestiftet von
Rheinenergie
Kölner Jornalistenschule
* Die Jury hat entschieden, in der Kategorie Regionale Kultur zwei erste Preise zu vergeben.