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Preisträger 2008 - Kategorie Hörfunk

Claudia Hennen
Frank Waltel

Claudia Hennen

Beitrag:

Moscheebau, Szene-Kneipen und Halver Hahn –
vom bunten Alltag in Köln-Ehrenfeld

gesendet:

Deutschlandfunk, Das Wochenendjournal 13. Oktober 2007

Begründung der Jury:

Der Köln-Bezug ist optimal. Claudia Hennens Beitrag ist nichts weniger als das Porträt eines der kölschesten Viertel überhaupt. Ihr gelingt es, die bunte Mischung von bodenständigen Kölnern und den von überall her zugewanderten Neu-Kölnern mit den Mitteln des Hörfunks nachzuzeichnen.

Die verschiedenen Nationen und Kulturen werden dargestellt mit ihren unterschiedlichen Lebensweisen und Traditionen, die das Kaleidoskop Ehrenfelds ausmachen. Das Feature behandelt auch die Kontroverse über den Moscheebau in diesem Stadtteil. Damit wird ein Schlüsselthema aufgegriffen, das entscheidend ist zum Verständnis der momentanen Lage Kölns, einer Stadt, die sich ihrer Toleranz rühmt und in der ja auch die wichtigsten muslimischen Organisationen Deutschlands ansässig sind.

Claudia Hennen lässt sehr verschiedene Ehrenfelder Bürger zu Wort kommen – die betagte Blumenverkäuferin genauso wie den prominenten Enthüllungsjournalisten Günter Wallraff, die junge Türkin, die durch die Moschee führt, genauso wie Gastronomen aus aller Herren Länder. Hervorzuheben ist auch ein anderes Strukturelement dieses Features, nämlich die Musik. Sie ist so vielfältig wie das Ehrenfelder Leben bunt ist.

 

Frank Waltel

Beitrag:

Die RAF in Köln –
30 Jahre Deutscher Herbst

gesendet:

Radio Köln 107,1 5. September 2007

Begründung der Jury:

Der Köln-Bezug ist eindeutig, die Recherche gut gelungen. Es geht um Tage, an denen in Köln Zeitgeschichte geschrieben wurde, Tage, an denen die Menschen im In- und Ausland die bedrückenden Ereignisse in unserer Stadt verfolgt haben. Diese beklemmende Zeit hat niemand in unserer Region, der sie erlebt hat, vergessen können.

Frank Waltel hat die Tragik des Herbstes 1977 nun, dreißig Jahre später, für jüngere Generationen wieder lebendig werden lassen. Dies gelingt ihm nicht zuletzt deshalb, weil er Schlüsselfiguren, die mit dem Fall Schleyer befasst waren, als Gesprächspartner gewinnen konnte. Hervorzuheben ist, dass Frank Waltel sich an eine breite Zielgruppe wendet. Gestaltungsform und Sendeplatz unterstreichen den lobenswerten Ansatz, ein zeithistorisches Thema jenseits der üblichen Wege zu präsentieren.

 

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